 |  | Köpfe der Woche: Erweiterte Leitung Mit Hanna Zimmermann und Sascha Knauer haben Agenturgründer Lajos Vizner und Guillaume Borel zwei langjährige Wegbegleiter in die Geschäftsleitung aufgenommen. Bei der Gründung im Jahre 2004 noch zu dritt, beschäftigt ViznerBorel heute zwölf Mitarbeiter in den Räumlichkeiten der ehemaligen Zürcher Maternité. Kurz vor dem fünfjährigen Jubiläum im Frühjahr 2009 ist ViznerBorel bereit für Grosses. «Die Aufgaben, die sich uns stellen, werden immer komplexer», meint Lajos. «Das wachsende Volumen an Arbeit und die gestiegenen Anforderungen an unsere Kommunikationslösungen erfordern eine Verstärkung in den Verantwortungspositionen.» ViznerBorel ist eine inhabergeführte Agentur. In den Worten von Lajos Vizner bedeutet dies auch, «dass Guillaume und ich bei Kunden immer noch persönlich auftreten wollen. Dieses Engagement wollen wir beibehalten.» Bei der aktuellen Menge an Aufgaben sei dies aber nicht mehr immer möglich. Die beiden Gründer binden daher mit Hanna Zimmermann (Kreation/Art) und Sascha Knauer (Strategie/Beratung) zwei langjährige und ausgewiesene Mitarbeiter in dieses Engagement mit ein. Sie geniessen das Vertrauen der Kunden und geben ihnen die Gewissheit, dass auch in hektischen Zeiten immer ein kompetentes Mitglied der Geschäftsleitung für sie zur Verfügung steht. «Die beiden machen seit Jahren bei uns einen hervorragenden Job. Es war nahe liegend, sie in die Geschäftsleitung aufzunehmen.» Die Einstellung «le feu sacré» war für Lajos und Guillaume schon von Beginn an das Wichtigste. Dies bedeutet: Kommunikation, bei der kein Funke springt, kann auch kein Feuer entfachen. Nach dieser Philosophie betreut ViznerBorel seine Kunden über die Grenzen von klassischer und nicht-klassischer Kommunikation hinweg.
Eine Kernkompetenz von ViznerBorel ist, dass man hier «in Lösungen denkt». Dies zeigt sich zum Beispiel beim Kunden Denner, den die Agentur schon seit Jahren in der kommunikativen Entwicklung und der Neupositionierung der Marke berät. «Wir sind zusammen mit dem Kunden einen weiten Weg gegangen.» Andere wichtige Budgets sind Ikea, Igora Genossenschaft für Alu-Recycling, Schaffhauser Nachrichten, IGSU, Schild, Theater an der Winkelwiese oder neu VW Nutzfahrzeuge
Hanna Zimmermann Nach der Grafikfachklasse in Basel hatte Hanna Zimmermann den Wunsch, in den trendigsten Designmetropolen ihre Erfahrungen zu sammeln. So fand sie sich bald in der Grafikabteilung des Studio Cerri & Associati in Mailand wieder, wo sie in zwei erfahrungsreichen Jahren für namhafte Kunden wie Ferrari, Prada, Maserati und Pirelli kreativ sein konnte. «Jeder dieser Jobs war total anders, und ich hab die grosse kreative Freiheit sehr genossen», erinnert sie sich. Neue Erfahrungen in einem mehr von Richtlinien begrenzten Umfeld konnte sie im folgenden Jahr in der Redaktion von Das Magazin, unter Wendelin Hess, sammeln. «Jede Woche ein völlig neues Heft in einem doch sehr vorgegebenen Rahmen zu machen, war für mich sehr spannend.» Im Jahr 2001 kam für sie der Einstieg in die Werbewelt. «Wirz war eine sehr gute Agentur, um in dieses Metier einzusteigen, denn sie deckt sämtliche Sparten der Branche ab. Und ausserdem habe ich da sehr viele gute Leute kennen gelernt. Unter anderen auch Lajos Vizner und Sascha Knauer.» Eine ihrer Arbeiten bei Wirz, an die sie sich gerne erinnert, sind die Plakate für das Lucerne Festival, in Zusammenarbeit mit Max Grüter. Eines dieser Sujets wurde an den New York Festivals mit Silber prämiert.
Um Spanisch, ihre fünfte Sprache zu lernen, gönnte sich Hanna ein halbes Jahr Auszeit in Madrid. Sie versäumte es aber nicht, mit der Erfahrung von zwei lehrreichen Monaten als Art Directorin bei BBDO Contrapunto im Gepäck in die Schweiz zurückzukehren. Als Freelancerin hat sie anschliessend an interessanten Projekten in verschiedenen Agenturen mitarbeiten können. Eine davon war ViznerBorel. Die enge Zusammenarbeit im Team und das gute Arbeitsverhältnis genoss sie so sehr, dass sie bald wusste: «Hier würde ich sofort fest einsteigen.»
Sascha Knauer Schon von Kindesbeinen an war Sascha Knauer von Werbung fasziniert. Nach einer, in seiner nordbayerischen Heimat üblichen, «bodenständigen» Ausbildung als Werkzeugmacher hat er darum auf dem zweiten Bildungsweg das Diplom zum Werbekaufmann in Nürnberg erworben. Seinen Einstieg in die Werbung fand Sascha bei Publicis in München, wo er während zwei Jahren als Berater tätig war und Grosskunden wie zum Beispiel Siemens Nixdorf in all seinen Facetten betreute. Noch sehr gerne erinnert er sich an die Nacht-und-Nebel-Aktion, mit der sie damals noch zusätzlich das Mandat des Formel- 1-Sponsorships von Siemens gewonnen haben.
Über Vizner kam Knauer vor neun Jahren in die Schweiz. Als Berater bei Weber, Hodel, Schmid war er unter anderem für eine deutsche Start-up-Firma verantwortlich, die später an die Deutsche Telekom verkauft wurde. Von hier aus betreute er auch Daimler Chrysler Flugzeugtriebwerke, einen anderen W, H, S-Kunden in Deutschland. Er selbst bezeichnet diese Zeit als «ein hartes und sehr lehrreiches Jahr in einer der besten Agenturen». Der Wechsel in die Strategie erfolgte in der Wirz, mit Cary Steinmann, nachdem er in einem Beratungsteam für das New Business zuständig gewesen war. Über diverse Freelance-Strategie-Einsätze und einen kleinen Abstecher in die Welt des Direct-Marketings bei Fisch.Meier.Direkt fand Sascha Knauer mit RufLanz wieder seinen Weg in die klassische Werbung zurück. Warum der Wechsel zu Ruf Lanz? «Weil es damals ViznerBorel noch nicht gab», lacht er.
Andreas Panzeri
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